Thaya in Dobersberg, © Naturparke Niederösterreich/POV

Ausflüge mit Hund

Wandern macht glücklich! Das gilt sowohl für Zwei- als auch für Vierbeiner!

Was gibt es Schöneres als eine Wanderung in der Natur? Na klar, eine Wanderung in der Natur, bei der auch der beste Freund des Menschen mit von der Partie ist! Damit der Ausflug mit dem Hund aber für alle ein Genuss wird, sollte man einige Tipps beachten.

Ein gelungener Ausflug mit dem Hund 

Sie möchten die schönsten Naturlandschaften Niederösterreichs erkunden und Ihren vierbeinigen Liebling mitnehmen? Dann sind Sie hier genau richtig. 19 Naturparke in Niederösterreich freuen sich wenn Sie Ihre Freizeit mit dem Hund in einem Naturpark verbingen, sofern die allgemein gültigen Regeln beachtet werden. 

Wandern mit dem Hund im Waldviertel

In den Waldviertler Naturparken wird Ihrem Vierbeiner garantiert nicht langweilig: herumtollen zwischen Felsriesen im Naturpark Blockheide, Stöckchen holen auf schattigen Wanderwegen im skandinavisch angehauchten Naturpark Nordwald, oder auf weichem Moorboden im Naturpark Heidenreichsteiner Moor die empfindlichen Pfoten schonen. Im Naturpark Hochmoor Schrems locken ebenfalls zahlreiche "weiche" Wanderwege für den vierbeinigen Liebling, allerdings ist hier zu beachten, dass das UnterWasserReich für Hunde nicht erlaubt ist. Auch in den Naturparken Dobersberg und Geras finden sich zahlreiche Möglichkeiten die Natur mit vierbeinigem Liebling zu erkunden. 

Alpinere Wanderungen mit dem Hund im Mostviertel und in den Wiener Alpen

Mit großartigen Ausblicken und weitläufigen Wanderwegen wird es im Naturpark Hohe Wand sicher nicht langweilig für Herrchen, Frauchen und Hund. Im südlichen Niederösterreich laden auch noch die Naturparke Falkenstein und Sierningtal Flatzer Wand zu ausgedehnten Spaziergängen mit schöner Fernsicht ein. Im Mostviertel verprechen die weitläufigen Naturparke Ybbstal und NÖ Eisenwurzen schöne Wanderungen, natürlich auch hier wie in ganz Niederösterreich nur an der Leine. 

Bewegung mit Hund vor der Haustüre Wiens

Vier Naturparke gibt es im schönen Wienerwald, der grünen Lunge Wiens. Drei davon, nämlich Purkersdorf, Eichenhain und der Naturpark Föhrenberge bieten sich für Erkundungen mit dem vierbeinigen Freund an. Besonders an heißen Tagen ist ein Spaziergang im schattigen Wienerwald ein besonderes Erlebnis für Mensch und Tier. Einzig im Naturpark Sparbach mit seiner Attraktion - den freilaufenden Wildschweinen - sind Hunde nicht erlaubt.

Wandern mit dem Hund am Dach der Donau

Auch der höchste Punkt in der Wachau - der Jauerling mit dem dazugehörigen Naturpark will mit Hunden erkundet werden. Weitläufige Themenwege mit viel Wissenswertem über die Gegend und herrliche Ausblicke von der Wachauterrasse bei gutem Kaffee und einer Schale Wasser für den Vierbeiner machen den Ausflug zu einem unvergesslichen Erlebnis.  Und gar nicht trocken ist es im Naturpark Die Wüste-Mannersdorf überzeugen Sie sich bei einer Wanderung mit Ihrem Hund durch die schattigen Wälder - da gibt es einige Fichtenzapfen zum Zerkauen. 

Hundebesuch bei der Verwandtschaft im Weinviertel

Eingebettet in die malerischen Eichenwälder des Naturparks Leiser Berge findet man ein besonderes Highlight: hier darf Ihr Vierbeiner - an der Leine - seine wilden Verwandten besuchen. Eine eindrucksvolle Wanderung mit vielen interessanten Gerüchen wartet auf Ihren Liebling. 

Weniger ist oft mehr...

Die allermeisten Hunde haben Spaß an Bewegung und werden sich auf den gemeinsamen Ausflug freuen. Generell sollte man – vor allem wenn es viel bergauf/bergab geht – den Hund erst ab etwa 12. Monaten bzw. nach Abschluss des Wachstums mitnehmen. Eine übermäßige Belastung könnte den Gelenken des Hundes schaden. Aber auch erwachsene Hunde sollte man keinesfalls überfordern – wenn der Hund also normalerweise lediglich kurze Gassi-Runden gewöhnt ist, wird eine 8-Stunden-Wanderung im Gelände vielleicht nicht das Wahre für ihn sein – da wäre es besser den Hund, während Sie wandern in eine liebevolle Betreuung zu geben, anstatt ihn zu überfordern. Zu Beginn sollte man den Hund auf kürzere Touren im flachen Gelände mitnehmen, um langsam mit ihm zu trainieren.

Leine - ja oder nein?

Der Hund sollte grundsätzlich an der Leine geführt werden (bevorzugt an einem Brustgeschirr statt an einem Halsband) … oder er trägt einen Maulkorb. Diese Maßnahmen sorgen für ein sicheres Miteinander – denn häufig haben Menschen Angst vor Hunden bzw. kann – vor allem an der Leine – Kontakt zu anderen Hunden oder Wild- und Weidetieren besser gemanagt werden. Am besten man informiert sich vor der Tour bereits, welche Regeln bzgl. Maulkorb/Leinenpflicht in dem angestrebten Gebiet gelten.

Jause für den Liebling nicht vergessen

Ein Snack ist bei Hunden gerne gesehen – während einer Wanderung aber bitte keine vollständigen Portionen füttern – bei zu viel Bewegung nach dem Fressen besteht die Gefahr, dass der Magen zu sehr belastet wird bzw. im schlimmsten Fall kann es zu einer lebensbedrohlichen Magendrehung kommen.
Achten Sie auch darauf, dass Sie ausreichend Wasser für Ihren Hund dabei haben bzw. es genügend Trinkmöglichkeiten (Bäche zum Beispiel) auf dem Weg gibt. Es gibt tolle faltbare Hundenäpfe, die wenig Platz brauchen – wenn man den Napf vergessen hat, kann man auch ein „Kacksackerl“ kurzerhand zum Napf umfunktionieren! Apropos Sackerl – das sollte ohnehin immer dabei sein. Die Hinterlassenschaften gilt es einzusammeln und – bei der nächsten Gelegenheit wegzuwerfen. 

"Bei Fuß - hiiiiier - mach Platz..."

Gut ist es natürlich, wenn der Hund folgt – und zurückkommt wenn man ihn ruft. Sollte vor allem bei Begegnungen mit Menschen, anderen Hund bzw. auch Wild- und Weidetieren verlässlich funktionieren. So steht einem guten Miteinander nichts im Wege. Vergessen Sie nicht, dass nicht alle Menschen Hundefreunde sind, manche vielleicht auch Angst haben. Auch nicht jeder andere Hund ist verträglich mit Artgenossen – für ein friedliches, stressfreies Miteinander sollte man den Hund daher abrufen können und ihn in der Nähe haben/führen. Bei den Vierbeinern, bei denen das (noch) nicht so gut funktoniert, empfiehlt sich die Verwendung einer Schleppleine. Gegenseitiges Verständnis ist wichtig und sorgt auch für die notwendige Sicherheit ihres Hundes.

Pfotenfreundlich Wandern

Am besten ist es den Hund bereits vor Antritt einer größeren Wanderung öfter auf kleinere Wanderungen mitzunehmen – um ihn daran zu gewöhnen – auch für die Hundepfoten ist es gut, wenn sie sich an die verschiedenen Untergründe gewöhnen können – so werden Verletzungen vermieden. Auch Hundeschuhe können helfen, um Verletzungen an den Pfoten vorzubeugen – vor allem auf unwegsamem Gelände sind sie hilfreich (der Hund sollte an das Tragen vorher gewöhnt werden).
Generell sollte im Rucksack auch immer ein „Erste-Hilfe-Set“ (Verbandszeug, Schere, Zeckenzange, usw.) für den Hund Platz finden, damit der Hund an Ort und Stelle auch bei kleineren Verletzungen versorgt werden kann.

Pausen machen!

Das gilt auch für den Vierbeiner – am besten alle 2 Stunden. Wenn Ihr Hund es gewöhnt ist, (s)eine Decke zu haben – diese ihm also eine „Pause oder Auszeit“ signalisiert, sollte man auch die Decke dabei haben. Dem Hund Wasser anbieten und wenn Futter – dann nur kleinere Portionen (so wie auch vor dem Start des Ausflugs – bitte keine Riesenportionen füttern). Sollte man eine Pause auf einer Hütte machen oder Ähnliches, bitte versuchen einen Randplatz zu finden, wo sich der Hund auch wirklich entspannen kann. Mitten im Trubel wird die Pause sonst wenig erholsam sein.

Auf das Wetter achten

Den Hund immer gut beobachten, ob er mit den Temperaturen und Anstrengungen gut klar kommt. Eine blaue Zunge deutet auf Überanstrengung hin. Wenn es sehr heiß ist, gilt es kürzere Touren zu wählen, mehr Pausen zu machen und möglichst im Schatten zu bleiben. Hunde können nicht schwitzen, sie gleichen die Temperaturen durch Hecheln aus. Schattige Plätze und die Pfoten benetzen helfen dem Vierbeiner sich abzukühlen. Auch eine umfunktionierte PET-Flasche kann zum Pfoten kühlen benutzt werden – einfach einige Löcher in den Deckel bohren – und die Pfoten mit kalten Wasser abduschen. Je älter der Hund, umso schwieriger kommt er mit der Hitze klar, hier finden Sie einige Tipps, wie Sie und Ihr Liebling mit den Hundstagen besser klar kommen. 

Weidetiere …

Wer auf Bergen und Almen unterwegs ist, könnte Weidetieren begegnen – und schon des Öfteren kam es dabei zu Unfällen. Die Tiere könnten den Hund als Bedrohung wahrnehmen – daher ist es wichtig, möglichst viel Abstand zu den Weidetieren zu haben, um Unfälle mit Kühen zu vermeiden. Wenn sie sich nämlich bedroht fühlen, kann es passieren, dass sie den Hund fixieren (der Kopf hebt und senkt sich dabei und die Kuh/der Stier schnaubt) und schließlich zum Angriff übergehen. Am besten bereits bei der Tourenplanung darauf achten, Weideflächen zu umgehen. Dass Hunde die Rinder keinesfalls jagen oder attackieren dürfen, sollte ohnehin klar sein. Kommt es zum Angriff, leinen Sie den Hund ab, damit er sich in Sicherheit bringen kann und Sie nicht ebenfalls angegriffen werden.

Hundefreundliche Übernachtungsmöglichkeiten

Wenn man mehrtägige Ausflüge plant, unbedingt vorab informieren, wo es hundefreundliche Übernachtungsmöglichkeiten gibt. Um sich schnell im „neuen Zimmer“ wohlzufühlen, hilft eine eigene, wohlbekannte Decke.

Spaß mit ihrem Hund

Nicht zu ehrgeizig werden – bauen Sie ein paar Spiele mit Ihrem Hund in die Wanderung ein. Leckerchen suchen am Wegesrand, ein paar Kommandos üben, gemeinsam im Bach planschen …. Egal was, genießen Sie die Zeit!

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