Als klassische Boten des Vorfrühlings haben die Zitronenfalter schon einiges hinter sich: mindestens ein halbes Jahr Lebenszeit, Futterknappheit im Herbst und schließlich Überleben des winterlichen Frostes.
Mit Paarung und Eiablage bringt es der Zitronenfalter auf das für heimische Tagfalterarten biblische Alter von fast einem Jahr. Viel Freude beim Beobachten der prächtigen „Methusalems“ in den Naturparken!
Nur die Harten kommen durch
Der Vorfrühling ist eine schmetterlingsarme Zeit. Neben dem Zitronenfalter ist lediglich eine Handvoll an Arten aktiv. Sie heißen Kleiner und Großer Fuchs, Tagpfauenauge, C-Falter und Trauermantel. Diese Tiere ziert zwar nicht das auffällige Gelb, sie haben aber trotzdem etwas mit dem Zitronenfalter gemeinsam. Wie dieser haben auch sie den Härten des Winters als erwachsene Tiere getrotzt. Ohne schützende Baumhöhlen oder Keller hätten sie dabei jedoch keine Überlebenschance. Dem harten Winter auch bei tiefsten Minustemperaturen ohne schützendes Dach über dem Kopf zu trotzen, das schafft nur der Zitronenfalter. Er zeigt die mit Abstand größte Kältetoleranz. Die Tiere können als einzige mitteleuropäische Tagfalterart ohne Schutz, frei in der Vegetation, überwintern. Wie sie das zu Wege bringen ist schlichtweg faszinierend.